Erster Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wahrstedt

24.09.2018

Nachdem die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Wahrstedt bereits Anfang Juli im Rahmen ihrer möglichen Eigenleistungen erste Vorarbeiten für den Abriss des alten Dorfgemeinschaftshauses ausgeführt hatten, war der 15. August 2018 ein ganz besonderer Tag. Da nämlich fand der symbolische erste Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses statt. Nach Einreichung des Bauantrages im Februar diesen Jahres und der Erteilung der Baugenehmigung am 18.06. kann es jetzt losgehen.

 

Neben Vertretern aus Politik, Verwaltung und natürlich der Feuerwehr waren auch zahlreiche Besucher des Ortes gekommen. Dadurch wurde verdeutlicht, welchen Stellenwert die Ortsfeuerwehr in Wahrstedt hat, aber auch, welcher Zusammenhalt in Wahrstedt vorhanden ist.

 

Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke machte zu Beginn seiner Rede deutlich, dass der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Aktiven der Ortsfeuerwehr Wahrstedt von großer Bedeutung sei. Die bisherigen Räumlichkeiten im ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus waren alles andere als optimal. Feuchtigkeit und Enge im Umkleidebereich waren u.a. der Anlass, über einen Neubau nachzudenken. In die Planung eines Neubaus habe man von Anfang an die Feuerwehr und auch Vertreter des Ortes, wie zum Beispiel den Sportverein, mit einbezogen. Denn ursprünglich war angedacht, an gleicher Stelle ein Feuerwehrgerätehaus mit angegliedertem großem Raum, nutzbar für die Allgemeinheit und den Sportverein als z.B. Gymnastikraum, zu errichten. Davon sei man allerdings u. a. auch aus Kostengründen abgegangen und habe sich ausschließlich auf die Planung eines Feuerwehrgerätehauses konzentriert. Leider zeigen die Ausschreibungen der ersten Gewerke, dass der seinerzeit gesetzte Kostenrahmen von 739.000,00 Euro nicht ausreichend sein wird. Wir werden wohl an die Million herankommen, so seine Worte. Nach Fertigstellung des neuen Gerätehauses werde man dann, allerdings seitens der Gemeinde Velpke, einen Anbau am Sportheim Wahrstedt konkretisieren.

 

Im Anschluss stellte Wilfried Kuhn vom Architekturbüro Kuhn+Partner, Braunschweig, die räumlichen Ausmaße des Neubaus vor. Er wird über eine Fahrzeughalle, eine Werkstatt, Umkleideräume für die weiblichen und männlichen Aktiven mit entsprechenden Sanitärräumen, einen Schulungsraum, eine Küche mit Vorratsraum, ein Büro sowie einen Hausanschlussraum und natürlich entsprechende Toilettenräume verfügen. Insgesamt ergeben sich daraus 271,08 m² Nutzfläche und 335,35 m² umbauter Raum. Er werde verklinkert und mit einer entsprechenden Wärmedämmung versehen. Die Außenanlage wird über die nach der einschlägigen DIN-Norm entsprechende Anzahl von 12 Pkw-Einstellplätzen verfügen.

 

Mark Kreutzberg als Bürgermeister der Gemeinde Velpke, die der Samtgemeinde im Übrigen den Baugrund kostenlos zur Verfügung gestellt hat, sprach von einem historischen Tag nicht nur für die Ortsfeuerwehr Wahrstedt, sondern für den ganzen Ort. Er freue sich, dass nun das in die Tat umgesetzt werden kann, was vorher in den politischen Gremien beraten und beschlossen wurde.

 

Ortsbrandmeister Sven Tewes brachte es in seiner kurzen Ansprache auf den Punkt: „Papier gewälzt haben wir genug, jetzt muss es endlich losgehen.“

 

Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke stellte bei dieser Gelegenheit noch den Geschäftsführer Herrn Hagen Drenkmann der Firma Friedrichs Bau GmbH aus Jübar, vor. Die Firma Friedrichs Bau hat den Zuschlag für die Rohbauarbeiten erhalten. Mit ihr habe man in jüngster Vergangenheit schon bei Projekten in Danndorf und Groß Twülpstedt zur vollsten Zufriedenheit zusammengearbeitet.

 

Aus heutiger Sicht ist realistisch, dass der Bau bis Mitte Dezember soweit fortgeschritten ist, dass die Ortsfeuerwehr ihre Eigenleistungen in den Gewerken Elektro sowie Heizung und Sanitär in einem winterfesten Gebäude ausführen kann. Mit der Fertigstellung wird im 4. Quartal 2019 gerechnet. (Wehke)

 

 

Foto: v. l.: Hagen Drenkmann (Firma Friedrichs Bau GmbH), Manuel Skokalski (Vors. des Ausschusses für Feuerwehren und Gefahren), Architekt Wilfried Kuhn, Klaus Tewes, Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke, Bürgermeister Mark Kreutzberg, Ortsbrandmeister Sven Tewes