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Katzen / Freigängerkatzen / Kastration von Katzen


Allgemeine Informationen

Freigängerkatzen müssen kastriert werden

Der Samtgemeinderat hat in seiner letzten Sitzung eine Verordnung über die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen beschlossen. Hintergrund hierfür ist, dass in  den letzten Jahren die Zahl der im Samtgemeindegebiet ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme in sehr starkem Maße zugenommen haben. Die betroffenen Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und müssen teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen. In Folge der hohen Katzenpopulation gibt es keine Möglichkeit, diese Tiere in Tierheimen aufzunehmen.

Anders als bei Wildtieren regelt sich die Populationsdichte bei wildlebenden Katzen nicht auf natürliche Weise. Die stellenweise erhebliche Bestandsdichte erhöht die Gefahr der Ausbreitung von Katzenkrankheiten und damit von kranken und leidenden Tieren erheblich. Hieraus resultieren insbesondere

1. gesundheitliche Gefahren für Menschen und für Haustier

2. Dezimierung frei lebender Tiere, insbesondere Vögel;

3. Qualen verletzter und/oder kranker Katzen.

Die Anzahl der Bürgerinnen und Bürgern aus der Samtgemeinde wegen dieser Probleme vorgetragenen Beschwerden sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen.

Einen Lösungsansatz zur Einschränkung des Problems soll der Erlass dieser Verordnung sein, in der für Freigängerkatzen ab fünf Monaten eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht eingeführt wird. Aus veterinärmedizinischer Sicht ist eine Kastration ab dem Ende des dritten Lebensmonats möglich. Die Geschlechtsreife kann ab dem fünften Lebensmonat eintreten, sodass ab diesem Zeitpunkt eine Kastration erfolgen sollte. Die Regelung ist bekannt als „Paderborner Modell“, weil die Stadt Paderborn die erste Kommune war, die sie im Jahre 2008 eingeführt hat. Seit 2013 gibt es eine entsprechende Verordnung auch in unserer Nachbarstadt Wolfsburg.

Das Kastrations- und Kennzeichnungsgebot verstößt nicht gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen. Im Gegenteil, die Regelungen stehen vielmehr mit dem Tierschutzgesetz ausdrücklich im Einklang. Aus diesem Grunde befürworten und fordern z. B. der Tier- und Naturschutz Kreisverband Helmstedt e.V. und andere Tierschutzverbände sowie die örtlichen Tierärzte bereits seit längerem eine Rege-lung. Auch andere Kommunen im Kreisgebiet haben schon gleichlautende Verordnungen erlassen.

Es wird nicht verkannt, dass aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen die Durchsetzung der Verordnung schwierig werden wird. So dürfte beispielsweise die Klärung der Eigentümerstellung bzw. Haltereigenschaft von nicht kastrierten Katzen-Freigängern nicht immer möglich sein, weil es anders als bei Hunden ein entsprechendes Halterverzeichnis nicht gibt. Es ist auch keinesfalls beabsichtigt, jetzt alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter im Samtgemeindegebiet zu kontrollieren.

Der Text der Verordnung ist unten abgedruckt. 


Rechtsgrundlagen


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