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Kinderheim Velpke


Allgemeine Informationen

 
Vom 01.05. bis zum 14.12.1944 wurde in einem Steinbruch im Gebiet Wetzsteinkuhlen ein Sterbelager für Kinder ausländischer Zwangsarbeiter, eine sogenannte "Ausländerkinderpflegestätte" betrieben.

 

Anlässlich einer Gedenkstunde im Mai 1995 referierte die freie Autorin Bernhild Vögel über die Geschehnisse in den Kriegsjahren 1943 und 1944 in Velpke:

 

  Zahlreiche polnische Frauen, die in Braunschweig zur Arbeit eingesetzt worden waren, seien schwanger gewesen. Ihnen seien ihre Kinder schon 14 Tage nach der Entbindung weggenommen worden und von 1944 an größtenteils in einer Wellblechgarage nach Velpke gekommen - als "Ausländerkinderpflegestätte" tituliert. Dies sei auch eingrichtet worden, weil die Sterblichkeit der Kinder der meist unverheirateten Frauen in Braunschweig recht groß gewesen sei.

 

  Vom 01.05.1944 an habe es in Velpke 100 polnische und russische Kinder der Zwangsarbeiterinnen aus Braunschweig gegeben. Bis zum Dezember 1944 seien schon 91 Kinder gestorben. Meistens seien Unterernährung und die fehlende Muttermilch Schuld am Tod der Kinder gewesen. 

 

   Vor dem Militärgericht der 5. englischen Devision in Braunschweig wurden 1946 die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

 

Auf dem Velpker Friedhof sind 76 polnische und 15 sowjetische Kinder beerdigt. Zur Erinnerung wurde auf dem Friedhof von Velpke am Ort der Kindergräber ein Mahnmal mit Bronzetafeln angebracht.

 

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Ansprechpartner

203 - Kindertagesstätten, Liegenschaften, Friedhofsangelegenheiten, Versicherungen


Laura-Jane Nicolai
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