Bauen und Wohnen
Danndorf soll wachsen
Danndorf soll wachsen! Dies ist die Kernaussage, die hinter der Entscheidung zur 38. Änderung des Flächennutzungsplanes, jüngst vom Samtgemeindeausschuss beschlossen, steht. „Wachsen“ in dem Sinne, dass nach mittlerweile 3 Jahren des „Stillstandes“ nun die Voraussetzungen geschaffen werden sollen, neue Flächen für die Wohnbauentwicklung vorzubereiten.
Ganz so einfach war diese Entscheidung nicht, denn bei solchen Maßnahmen sind auch immer Raumordnungsrichtlinien zu beachten. Diese sehen beispielsweise nur eine bestimmte Flächengröße für die Bebauung vor. Nur eine sogenannte „Eigenentwicklung“ des Ortes ist zulässig.
Neben der jetzt ins Auge gefassten Siedlungserweiterung von ca. 11 ha steht noch eine Fläche von 5,6 ha neben der L 653 an der Bahnbrücke zur Verfügung. Die Gemeinde Danndorf hat durch Schallgutachter prüfen lassen, ob diese Fläche im Hinblick auf die Emissionen der Bahn sowie der Landesstraße baulich genutzt werden kann. Die Prüfung ergab nur eine ganz eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit, so dass die Erweiterungsfläche durch den Rat Danndorf aufgegeben werden musste. Dadurch kann über einen Zeitraum von 10 – 15 Jahren eine Eigenentwicklung entsprechend der vorliegenden Planung errechnet werden. Auch stellte sich zwangsläufig die Frage, welche Flächen sich sonst noch als „Wohnbaugebiete“ anbieten würden. Da die landwirtschaftlichen Flächen südlich und westlich der Ortslage langfristig nicht für die bauliche Nutzung zur Verfügung stehen, bot sich hier nur eine Ausdehnung nach Osten bzw. Südosten an. Die Verwaltung hat sich in Absprache mit der Gemeinde Danndorf darauf geeinigt, den Bereich direkt südlich angrenzend an die Bundesstraße 188 als Plangebiet auszuweisen. Dies wird im Osten und Südosten vom Landschaftsschutzgebiet „Velpker Schweiz“ umgeben.
Damit wäre Danndorf mit zwei offiziell ausgewiesenen Wohnbauflächen, jedoch nach den Vorgaben des Landes-Raumordungsprogramms, überbaut. Die 38. Änderung des Flächennutzungsplanes sieht aus diesem Grund nun vor, den nicht als Bauland genutzten Bereich im Norden Danndorfs zur landwirtschaftlichen Fläche zu erklären. Damit wäre hier das notwendige „Gleichgewicht“ wieder hergestellt.
Der Samtgemeindeausschuss und die Gemeinde Danndorf haben mit dieser Änderung die Grundlage für eine bedarfsorientierte, langfristige Sicherung des Wohnstandortes Danndorf gelegt. Die Gemeinde Danndorf kann damit der vorhandenen Infrastruktur entsprechend den Focus auf Familienzuzug legen, um auch der Überalterung entgegenzuwirken.
Baugebiet „Steinplessen II“ in Papenrode
Im Ortsteil Papenrode der Gemeinde Groß Twülpstedt stehen 8 Bauplätze zur Verfügung. Die Nieders. Landgesellschaft Braunschweig (NLG) hat für die Gemeinde den 2. Bauabschnitt des Baugebietes „Steinplessen II“ erschlossen. Die Erschließung ist fertiggestellt und mit den Hochbauten kann sofort begonnen werden. Zwei Bauplätze sind bereits veräußert. Die angebotenen Bauplätze haben eine Größe von 442 m² bis 841 m². Der Kaufpreis beträgt einheitlich für die voll erschlossenen Grundstücke 55,00 €/m². Nach dem Bebauungsplan sind dort eingeschossige Einzel- und Doppelhäuser zulässig. Eine Bauträgerbindung besteht nicht. Der Verkauf der Grundstücke erfolgt ab sofort. In diesen Zusammenhang weist die Verwaltung auch darauf hin, dass eine Bebauung nur mit Bauanzeige möglich ist.
Die Beratung, Reservierung und Verkauf erfolgen bei der NLG und der Samtgemeinde Velpke bei den Herren Volker Krause, Tel. 0531/26411-21 und Oliver Wiedemann, Tel. 05364/52-42.
Baulandentwicklung in der Gemeinde Velpke
In der Gemeinde Velpke stehen noch in allen Ortsteilen Bauplätze zur Verfügung:
OT Velpke, Baugebiet Wiesenweg, je nach Aufteilung, 20 bis 25 Bauplätze
OT Meinkot, Baugebiet Halbmorgenweg, 7 Bauplätze
OT Wahrstedt, Baugebiet Bullenkamp, 9 Bauplätze
Um auf die Baulandnachfrage reagieren zu können und um Bevölkerungsabwanderung entgegenzuwirken, hat die Verwaltung dem Rat der Gemeinde empfohlen, rechtzeitig die Bereitstellung neuen Baulandes vorzubereiten und empfohlen, die wirtschaftliche Erschließbarkeit des Gebietes "Auf dem Hasenberg" zu prüfen. Der Hasenberg schließt sich im OT Velpke östlich an das Baugebiet Sandweg Richtung Wahrstedt an. Sicherlich können Nachfragen nach Bauland noch gut bedient werden, aber die langen Planungszeiten bedingen ein rechtzeitiges Einsteuern dieses Themas.
Der Rat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 18.09. 08 entsprechend beauftragt und darüber hinaus beschlossen, dass geprüft werden soll, ob weitere Baugebiete erschlossen werden können und zu ermitteln, wo Baulücken in den Ortslagen zur Verfügung stehen.

