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Sommerzeit ist Gartenzeit

15.05.2018

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit…“ Blütenpracht, Bienenschar, Gärtenzier… so schön beschreibt es schon Paul Gerhardt in seinem Stück. Sommerzeit ist Gartenzeit, Zeit um draußen zu sein und das gute, schöne Wetter und den Garten zu genießen.

Gartenzeit heißt aber auch Arbeitszeit. Der Arbeitseinsatz zum Unkrautjäten im Beet wird gefolgt vom Fegen der Hofflächen, denn auch dort hat sich bereits der eine oder andere Löwenzahn niedergelassen und seine Wurzeln tief unter den Pflastersteinen verankert. Nachvollziehbar, dass bei so viel Mühe der Griff zur Spritze, gefüllt mit „Pflanzenschutzmittel“, bequemer erscheint.

Viele Gartenbesitzer verwenden Pflanzenschutzmittel bzw. Unkrautvernichter, um den ungeliebten Löwenzahn und andere „Unkräuter“ dauerhaft von den Pflasterflächen und aus den Gärten zu vertreiben.

Was ist Glyphosat?Der Wirkstoff Glyphosat ist Bestandteil von Unkrautvernichtungsmitteln. Er hemmt ein für das Pflanzenwachstum wichtiges Enzym. Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen werden durch Glyphosat nicht geschädigt. In Deutschland kommt das Mittel Schätzungen zufolge auf 30 bis 40 Prozent der Ackerflächen zur Anwendung.Die pflanzenvernichtenden Eigenschaften von Glyphosat wurden von der Firma Monsanto in den 1970er Jahren patentiert. Das Mittel kam unter dem Namen "Roundup" auf den Markt und wurde zum Bestseller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber Achtung: Dies ist per Gesetz strengstens verboten. Die Unkrautvernichter dürfen nur auf unversiegelten, gärtnerisch, landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen eingesetzt werden – nicht in der gepflasterten Einfahrt oder auf der Hoffläche. Das gilt selbst für biologische Präparate mit organischen Säuren, wie Essigsäure oder Pelargonsäure.

Die Unkrautvernichter können auf den gepflasterten Flächen nicht zuverlässig in den Boden einsickern. Regen kann die Stoffe fortspülen und es besteht die Gefahr der Verunreinigung des Abwassers durch Eintrag in die Kanalisation und in die Oberflächengewässer.

Zudem sind Unkrautvernichter, wie auch das allseits bekannte Glyphosat, heute stark umstritten und in den Medien immer wieder kontrovers diskutiert. Gegner kritisieren beispielsweise negative Auswirkungen für Insekten.

Also welche Alternativen bleiben, um möglichst umweltfreundlich eine dauerhaft gepflegte Fläche zu erhalten? Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfiehlt, zuerst mit Vorbeugung zu beginnen; Regelmäßiges Fegen der Flächen verhindert, dass sich in den Fugen der Pflastersteine Samen sammeln können.

Wachsen die „Unkräuter“ bereits, gibt es neben dem händischen Entfernen auch die Möglichkeit, Unkrautbürsten in verschiedenen Ausführungen einzusetzen. Bequeme und auch beliebte Alternative ist das Entfernen mit Hilfe von Hitze. Zum einen besteht die Chance die ungeliebten Pflanzen mit dem Gasbrenner abzuflammen, andere Geräte arbeiten mit heißem Wasser oder biologisch abbaubarem Schaum.

Welches Verfahren für Sie in Frage kommt, hängt von der Größe der Fläche, von dem verfügbaren Budget und vor allem von dem eigenen Empfinden ab...

…tatsächlich bedeutet jede blühende Pflanze auch eine Futterquelle und Lebensraum für Insekten, wie unsere nützlichen Bienen.

(Wilke – Klimaschutzmanagerin -)