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Dorothea Benze

Mutter von Carl Friedrich Gauß

Am Wendengraben 1550,

das Geburtshaus von Carl Friedrich Gauß in Braunschweig.

Dorothea Benze, am 16.6.1743 als Tochter eines Steinhauers in Velpke geboren, war 1769 nach Braunschweig gegangen und hatte dort bis zu ihrer Heirat 1776 als Magd gearbeitet.
Ihr Mann, Gebhard Dietrich Gauß, am 13.2.1744 in Braunschweig geboren, besaß ein kleines Haus am Wendengraben. Er arbeitete als Gärtner, als Gassenschlachter und im Sommer als Maurer. Auch trug er den Titel eines Wasserkunstmeisters.

Carl Friedrich, das einzige Kind aus dieser Ehe, wurde am 30. April 1777 in dem Haus am Wendengraben in Braunschweig geboren. Das Geburtshaus, welches später in ein Museum verwandelt wurde, ist im Zweiten Weltkrieg ein Opfer der Bomben geworden.

Dorothea Gauß erinnerte sich später nicht mehr genau an das Geburtsdatum ihres Sohnes. Den damaligen Verhältnissen gemäß hatte sie keine Schule besucht und konnte nicht schreiben, nur etwas lesen. So sind die Lebensumstände, unter denen Gauß heranwuchs, recht bescheiden.

Carl Friedrich Gauß galt in seiner Jugend als Wunderkind. Folgende Geschichte geht auf seine eigenen Erzählungen zurück:
Am Samstag waren jeweils die Lohnabrechnungen für die Gesellen des Vater fällig. Eines Tages, ohne dass es der Vater bemerkte, hörte ihm der erst dreijährige Carl Friedrich beim Rechnen zu. Plötzlich rief der Junge: „Vater, die Rechnung ist falsch!" und er nannte eine andere Zahl. Die Überprüfung ergab, dass der Sohn recht hatte. Dies zeigt, dass Gauß' Begabung für alles, was mit Zahlen zusammenhängt, bereits in frühester Jugend hervortrat. Später brachte sich Gauß selbst das Lesen bei, indem er Bekannte nach der Aussprache der einzelnen Buchstaben fragte. 1784 kam Gauß mit sieben Jahren in die Volksschule.

Wer sich heute mit den modernen Naturwissenschaften beschäftigt, stößt immer wieder auf den Namen Gauß. In der Physik heißt eine Maßeinheit Gauß - für die magnetische Induktion. In der Mathematik gehören die Gaußsche Zahlenebene, die Gaußverteilung, die Gaußsche Krümmung zu den Grundkenntnissen. Aber nicht nur der Name Gauß, sondern auch seine Bedeutung als Wissenschaftler ist bis heute lebendig geblieben.